Projekte

Wir laden Sie dazu ein, Ihre Forschungsprojekte, Online-Angebote (z.B. Webseiten oder Datenbanken) und Gesuche bekannt zu machen und sich mit der Fachcommunity zu vernetzen.

Projekt_ALZ_Duan_20190507
Aufbau eines Volltext-Korpus der Allgemeinen Literatur-Zeitung
Digitaler Volltext-Korpus
Leitung: Prof. Dr. Udo Hahn

Beschreibung:

Stand: 07.05.2019

Die Allgemeine Literatur-Zeitung (ALZ), die zwischen 1785 und 1849 in Jena (bis 1803) und Halle (ab 1804) erschienen ist, gilt als das größte Rezensionsorgan Deutschlands um 1800. Ihr ursprüngliches Ziel war, alle gedruckten Bücher zu rezensieren. Auch wenn das Ziel wegen der wachsenden Menge der Publikationen bald aufgegeben werden musste, umfasst die ALZ wichtige Rezensionen, die u.a. von Goethe, Schlegel und Fichte verfasst wurden. Der Erscheinungszeitraum umfasst den Übergang von der Aufklärung zur Romantik (vgl. zur Bedeutung der ALZ: Matuschek 2004).

Aufgrund der Bedeutung der ALZ wurde zwischen 2007 und 2012 ein umfangreiches, durch die DFG finanziertes Projekt Digitalisierung, Erschließung und Online-Präsentation der Allgemeine Literatur-Zeitung in Jena und Weimar durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wurde die ALZ systematisch digitalisiert und deren Metadaten umfangreich erschlossen. Allerdings liegen keine durchsuchbaren Volltexte vor. Im Graduiertenkolleg „Modell Romantik“ wird zunehmend gefragt, ob es nicht möglich wäre, durch up-to-date Methoden ein vollständiges und durchsuchbares Volltext-Korpus zu erstellen. Dies könnte neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen - wie z.B. die Untersuchung der semantischen Veränderung romantik-relevanter Wörter. Tinghui Duan (Digital Humanities) hat diese Herausforderung angenommen und (betreut von Prof. Udo Hahn (Computerlinguistik)) ein Volltext-Korpus aufgebaut, das aktuell 261 Bände, 126.612 Seiten bzw. 120.369.005 Tokens (laufende Wörter) umfasst. Dieser Umfang entspricht ungefähr 82% der gesamten ALZ (vgl. Hahn & Duan 2019). Das gesamte Korpus steht zum Herunterladen und Weiterverarbeiten unter https://github.com/JULIELab/alz zur Verfügung.

Literatur

  • Udo Hahn, Tinghui Duan. 2019. Corpus Assembly as Text Data Integration from Digital Libraries and the Web. In JCDL ’19: Proceedings of the 2019 ACM/IEEE Joint Conference on Digital Libraries, June 02–06, 2019, Urbana-Champaign, IL, USA.

https://julielab.de/downloads/publications/papers/...

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Udo Hahn
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 30
07743 Jena

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Projekt_Digitale-Edition-der-Korrespondenz-August-Wilhelm-Schlegels_20181118
Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels
Digitale Edition
Beschreibung:

Das Projekt führt die gesamte Korrespondenz August Wilhelm Schlegels, also ca. 5.000 Briefe, die zum Teil gedruckt, zum Teil bislang jedoch nur handschriftlich überliefert sind, in einer digitalen Edition zusammen. Zu jedem Brief soll ein Höchstmaß an Information geboten werden, also, je nach Verfügbarkeit:

  • Image-Digitalisat der Handschriften (inkl. eventueller Konzepte, Entwürfe und Abschriften)
  • Image-Digitalisat bereits vorliegender Drucke
  • durchsuchbarer Volltext auf der Grundlage des Drucks oder einer eigenen Transkription; bereits gedruckte Briefe werden nicht neu transkribiert (eine Ausnahme bilden Drucke, die nur einen kleinen Teil des Originalbriefes wiedergeben).
  • differenzierte Auszeichnung bzw. Registererstellung unter Verwendung normierter Metadaten mit Verlinkung zur GND und – zunächst beispielhaft – zu Volltexten
  • Gesamtregister mit direktem Zugriff auf die jeweiligen Textstellen
  • Schnittstellen zu Kalliope und den digitalen Sammlungen, insbesondere der SLUB, sowie zu correspSearch

Im Unterschied zu den bislang erschienenen Romantiker-Briefeditionen wird zum ersten Mal ein größeres Briefkorpus ausschließlich als digitale Edition aufbereitet und ist frei zugänglich. Das Projekt möchte durch best practice am gegenwärtigen Standardisierungsprozess für digitale Editionen mitwirken.

Kontaktdaten:
Philipps-Universität Marburg
35037 Marburg

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Projekt_Enlightenment_20190909
Enlightenment, Romanticism and Contemporary Culture
Research Project
Leitung: Dr. Anita Archer

Beschreibung:

Contemporary notions of critique, creativity, Literature, Nature, citizenship, human rights, democracy, scientific enquiry, and even the Human were forged by Enlightenment and Romantic thought. Yet this inheritance now seems threatened, paradoxically, by developments that it has helped engineer and with which it is still entwined: the digital revolution, globalisation, transnationalism, the environment crisis, and the emergence of artificial intelligence and autonomous technologies. Through innovative research, conferences, and public lectures, this research unit aims to re-envision the transition from Enlightenment to Romanticism and its legacies in the present. We believe it is important to ask, without nostalgia, what can we make of 'Enlightenment - Romanticism' now?

Kontaktdaten:
Dr. Anita Archer
Enlightenment, Romanticism and Contemporary Culture (ERCC) Research Unit School of Culture and Communication | Faculty of Arts
Room E278, Level 2, John Medley Building, The University of Melbourne
Victoria 3010
Australia
Tel.: +61 3 8344 0442

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Projekt_ETA-Portal_20191015
E. T. A. Hoffmann Portal
Aufbau eines Personenportals
Leitung: Dr. Christina Schmitz

Beschreibung:

Pünktlich zum 1. Oktober 2015 fiel an der Staatsbibliothek zu Berlin der Startschuss für ein einjähriges Projekt zum Aufbau eines Personenportals zu der romantischen Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann, das neue Wege in der zielgruppenorientierten Sammlungsvermittlung einschlägt.

Das Portal soll einen Zugang zu zahlreichen, teils einzigartigen Werken von und zu Hoffmann bieten. Neben der Präsentation der umfangreichen Hoffmann-Sammlungen der SBB und der Staatsbibliothek Bamberg auf einer eigenständigen Plattform wird das Portal durch unterschiedliche Module und thematische Einstiege verschiedenen Interessensgruppen jeweils individuelle Zugänge bieten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer multimedialen Webseite, mit der die Vielseitigkeit E.T.A. Hoffmanns als Schriftsteller, Musiker, Zeichner und Jurist vermittelt wird. Neue Angebote zur Recherche und Präsentation der sehr heterogenen Hoffmanniana – bestehend aus Briefen, Texten, Zeichnungen, Skizzen, Musikalien, Bildern und juristischen Unterlagen – sollen das Portal zu einem innovativen Beispiel für ein breites Angebot für Forschung, Lehre und Bildung machen.

Mit dem Personenportal baut die Staatsbibliothek zu Berlin ihrem E.T.A. Hoffmann-Archiv ein neues Haus. Als virtuelle Einrichtung der SBB ist das Archiv seit dem Jahr 2000 das gemeinsame Eintrittstor zu den unterschiedlichen Materialien über und von Hoffmann, die in verschiedenen Abteilungen der Bibliothek betreut werden. Das Archiv profitiert wesentlich durch den großherzigen Nachlass der Hoffmann-Forscherin Dr. Christa Karoli, die der SBB einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens sowie ihre umfangreiche Hoffmann-Sammlung vermachte – mit der Maßgabe, ein „Archiv E.T.A. Hoffmann“ einzurichten. Das neue Portal wird diesem und den wertvollen Beständen nun ein unverwechselbares Gesicht geben.

Kontaktdaten:
Dr. Christina Schmitz
Staatsbibliothek zu Berlin
E.T.A. Hoffmann-Archiv
Potsdamer Straße 33
10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 / 266 433 154

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Projekt_Heine_Portal
Heinrich-Heine-Portal
Elektronische Gesamtausgabe von Heines Werken
Leitung: Nathalie Groß (Kompetenzzentrum Trier)

Beschreibung:

Das Heinrich-Heine-Portal (HHP) ist das Ergebnis eines im September 2002 begonnenen Digitalisierungsvorhabens. Es ist eine elektronische, wissenschaftliche Gesamtausgabe von Heines Werken und Briefen, verknüpft mit digitalisierten Handschriften-, Bild- und Buchbeständen aus dem Heine-Institut und einigen anderen Bibliotheken und Archiven. Das Portal vereinigt die beiden historisch-kritischen Heine-Editionen, die parallel in der Bundesrepublik und der DDR entstanden: die 1973-1997 erschienene Düsseldorfer Heine-Ausgabe (DHA), herausgegeben von Manfred Windfuhr (Hamburg: Hoffmann und Campe), und die 1970-1984 publizierte Briefabteilung der Heine-Säkularausgabe (HSA), herausgegeben von den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar (heute Stiftung Weimarer Klassik) und dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris (Berlin, Paris: Akademie-Verlag und Editions du CNRS).Alle Texte, Kommentare und Register werden in einer Hyperlinkstruktur miteinander vernetzt, die Briefe von und an Heine werden in vollständig überarbeiteter Form präsentiert. Hinzu kommen digitale Faksimiles handschriftlicher wie gedruckter Textzeugen, Bild- und Quellenmaterialien.

Kontaktdaten:
Nathalie Groß (Kompetenzzentrum Trier)
Universität Trier
Universitätsring 15
54286 Trier
Tel.: 0651 201 3377

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Projekt_Integrative-Biophilosophie_20181112
Integrative Biophilosophie
Heterogene Zugänge der philosophischen Auseinandersetzung mit Phänomenen des Lebendigen
Leitung: Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy

Beschreibung:

Das Programm der Integrativen Biophilosophie umgreift heterogene Zugänge der philosophischen Auseinandersetzung mit Phänomenen des Lebendigen. Insofern steht die Integrative Biophilosophie nicht für eine Alternative zum weit verbreiteten Ansatz der Philosophie der Biowissenschaften, sondern versteht sich vielmehr als dessen Ergänzung und Erweiterung. Einerseits sind deshalb die gängigen Themenfelder und Fragestellungen zu Verfahren, Begriffen und Konzepten der Biowissenschaften wie sie die etablierte Philosophie der Biowissenschaften stellt durchaus auch Teil des Programms der Integrativen Biophilosophie. Andererseits erweitert diese jedoch die methodologisch-formalen Fragen durch inhaltliche, historische und soziale Ansätze (insofern hat sie einen innigen Bezug zu den Disziplinen, Verfahren und Fragestellungen einer Historiografie oder Soziologie der Biowissenschaften) und beschränkt sich zudem nicht allein auf wissenschaftliche Zugänge zum Lebendigen, sondern gibt auch lebensweltlichen und leiblichen Zugängen Raum. Die Naturphilosophie (lebendiger Phänomene), die Philosophische Anthropologie und einzelne Subdisziplinen der angewandten Ethik (wie Umweltethik, Tierethik oder Bioethik) sind deshalb ebenfalls unter dem Dach der Integrativen Biophilosophie vereint. Auch Ansätze der Technoscience spielen in diversen Unterprojekten eine Rolle (etwa im Kontext von Natur-Technik-Vergleichen, Fragen zu dem Status von Biotechniken oder bei der Auseinandersetzung mit dem Maschinenmodell für Organismen).

Der Projektverbund Integrative Biophilosophie an der Universität Kassel lässt diese Stränge der Reflexion nicht unverbunden oder beliebig, sondern sucht vielmehr nach innovativen und aussagekräftigen Synthesen. Dabei spielt auch die Auseinandersetzung mit historischen Vorbildern, etwa den Biophilosophien von Helmuth Plessner, Hans Jonas oder Maurice Merleau-Ponty eine wichtige Rolle.

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy
Universität Kassel
Institut für Philosophie
Henschelstraße 2
34127 Kassel
Tel.: +49 561 804-3546

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Projekt_JeSemE_20181203
JeSemE
Jena Semantic Explorer
Leitung: Johannes Hellrich und Udo Hahn

Beschreibung:

JeSemE ist eine Webseite, die es ermöglicht, Wortbedeutungen im Zeitverlauf zu analysieren. Sie wurde durch Johannes Hellrich im Rahmen seiner Promotion im Graduiertenkolleg Modell Romantik erstellt. Wortbedeutungen werden mittels Verfahren der Computerlinguistik modelliert, die es erlauben, die Ähnlichkeit von Wörtern und auch ihre emotionale Einfärbung zu quantifizieren.

JeSemE beinhaltet Daten aus 5 diachronen Korpora (Deutsch und Englisch) und wurde bisher etwa in einer Fallstudie zur Geschichte von Wörtern in der historischen Elektrizitätsforschung genutzt.*

Spannende Beispielanfragen sind “heart” und “woman” im Corpus of Historical American English (COHA). Für “heart" ist eine zunehmend medizinische Nutzung durch die steigende Ähnlichkeit zu anderen Organen und eine emotionale Abwertung erkennbar. Für “woman” hingegen ist die (denotative) Bedeutung stabil, während die Emotionen hoch dynamisch sind und dem zeitlichen Verlauf der Frauenrechtsbewegung entsprechen.

* Johannes Hellrich, Alexander Stöger & Udo Hahn: Wenn der Funke überspringt - Word Embeddings im Dienst der Wissenschaftsgeschichte. In: DHd 2018, Kritik der digitalen Vernunft. Köln, Germany, Februar 26 - March 2, 2018. pp. 331-335.

* Johannes Hellrich, Sven Buechel & Udo Hahn: JeSemE: A Website for Exploring Diachronic Changes in Word Meaning and Emotion. In: COLING 2018, System Demonstrations. Santa Fe, NM, USA, August 20-26, 2018. pp. 10-14.

Kontaktdaten:
Johannes Hellrich und Udo Hahn
Fürstengraben 30
07743 Jena
Tel.: +49 3641 9-44320

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Netzwerk_Projekt_RomantikFrankfurt
Romantikforschung an der Universität Frankfurt
Aufbau eines Romantikportals
Leitung: Prof. Dr. Frederike Middelhoff

Beschreibung:

An der Universität Frankfurt sind unterschiedliche Projekte zur Romantikforschung angesiedelt. Diese Seite befindet sich im Aufbau und hat das Ziel, einen Überblick über diese Projekte und die Veranstaltungen zu geben.

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Frederike Middelhoff
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt

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Projekt_Schelling_Edition
Schelling – Edition und Archiv
Schellings Werke: Die erste umfassende wissenschaftliche Edition
Leitung: Christoph Binkelmann

Beschreibung:

Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775–1854) war bereits in jungen Jahren für die systematische Konzeption einer Natur-, Kunst- und Freiheitsphilosophie berühmt geworden. Nach seinem Tod geriet sein umfassendes Werk für lange Zeit in Vergessenheit, bis es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neu entdeckt wurde. Seither erfährt Schellings Werk eine beispiellose Renaissance in Philosophie und Forschung.

Schellings Leben und Denken sind eng mit München verbunden. Nach Stationen in Tübingen, Jena und Würzburg lebte er hier von 1806–1820 und von 1827–1841. Als ordentliches Mitglied hielt er an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Oktober 1807 seine aufsehenerregende Rede »Über das Verhältnis der Bildenden Künste zur Natur«. Schelling war ferner maßgeblich beteiligt an der Gründung der Akademie der Bildenden Künste 1808 und wurde ihr erster Generalsekretär. König Ludwig I. berief Schelling 1827 als Professor an die neue Universität in München und zum ständigen Präsidenten der Akademie der Wissenschaften. Zudem wurde Schelling philosophischer Lehrer des Thronfolgers und späteren Königs Maximilian II., der bis an Schellings Lebensende den regen Austausch mit diesem aufrechterhielt.

Die Historisch-Kritische Ausgabe der Schriften Schellings stellt die erste wissenschaftliche, textkritische Edition von Schellings Werk dar. Sie ist als Gesamtausgabe angelegt und leistet vielfache Beiträge zur Erforschung der Philosophie Schellings. Die edierten Texte werden aufgeschlossen durch umfangreiche editorische Berichte zu ihrer Gestalt, Entstehung und Wirkungsgeschichte, durch erklärende Anmerkungen und ausführliche Register.

Kontaktdaten:
Christoph Binkelmann
Bayerische Akademie der Wissenschaften
80539 München
Tel.: (+49) 89 23031-1232
Fax: 089 23031-1281

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Netzwerk_Projekte_Schleiermacherdigital
schleiermacher digital
Publikation des Akademienvorhabens »Schleiermacher in Berlin 1808–1834«
Leitung: Dr. Sarah Schmidt

Beschreibung:

Als Theologe, Philosoph, Altphilologe und Pädagoge war Friedrich Schleiermacher einer der wichtigsten Protagonisten des geistigen Lebens in Deutschland um 1800. Nicht nur wissenschaftlich, auch konzeptionell und administrativ prägte er die 1810 neu gegründete Berliner Universität entscheidend, er war Mitdenker und Akteur im Prozess der preußischen Bildungs- und Kirchenreform und weit vernetzt in Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik. In seinen frühen Berliner Jahren um die Wende zum 19. Jahrhundert zählte er zu den führenden Köpfen der frühromantischen Bewegung, deren Gedankengut in dem philosophischen Systementwurf seiner Hallenser und Berliner Vorlesungen weiterlebt: seine legendären Vorlesungen zur Hermeneutik, seine als Kulturphilosophie avant la lettre entworfene Ethik, seine die Wissenschaft begründende Dialektik sowie seine produktionstheoretisch orientierte Ästhetik. Insbesondere in den Vorlesungen zeigt sich ein sich stetig erneuerndes und modifizierendes Theoriegebilde, das in enger Wechselwirkung mit biographischen, gesellschaftlichen und politischen Ereignissen steht.

Mit der digitalen Publikationsplattform schleiermacher digital bietet das Akademienvorhaben „Schleiermacher in Berlin 1808–1834. Briefwechsel, Tageskalender, Vorlesungen“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften seit April 2016 nicht nur einen Einblick in sein wissenschaftliches und kirchliches, sondern auch in sein politisches und gesellschaftliches Wirken in der für die Neuausrichtung Preußens so wichtigen und schwierigen Zeit nach dem Tilsiter Frieden (1807). Die historisch-kritische digitale Edition führt drei Quellentypen – Briefwechsel, Tageskalender und Vorlesungen – zusammen und wird sukzessive um neue Quellentexte erweitert. Mit dem ersten größeren Relaunch im Februar 2020, der neben einem neuen Design eine Aktualisierung der Daten, eine Neugestaltung des User Interfaces und neue Quellentexte bietet, stehen vielfältige textsortenübergreifende Recherchemöglichkeiten sowie ein umfangreiches Register (Personen, Werke, Orte und Bibelstellen) zur Verfügung.

Die digitale Edition ist als Open Access aufrufbar unter: https://schleiermacher-digital.de/

Kontaktdaten:
Dr. Sarah Schmidt
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
Tel.: (+49) 30 20 370 230

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Netzwerk_Projekt_Sommer
Sommers Weltliteratur to go
Youtube-Kanal
Leitung: Michael Sommer

Beschreibung:

„Literatur ist lebendig, und zwar dann, wenn wir uns damit auseinandersetzen und etwas daraus machen,“ schreibt Michael Sommer in seiner Kurzbeschreibung zu seinem Projekt „Sommers Weltliteratur to go“. Diese Auseinandersetzung sieht für ihn folgendermaßen aus: Literatur wird für Rezipierende im Internet verfügbar gemacht, indem Sommer diese plastisch inszeniert. Playmobil-Figuren übernehmen in seinen Youtube-Videos die Hauptrolle und geben in rund zehn-minütigen Clips wesentliche Inhalte von Werken der Weltliteratur wieder. Unter den Videos finden sich Werke von Joseph von Eichendorff und E.T.A. Hoffmann.



Kontaktdaten:
Michael Sommer
81241 München

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