Projekte

Wir laden Sie dazu ein, Ihre Forschungsprojekte, Online-Angebote (z.B. Webseiten oder Datenbanken) und Gesuche bekannt zu machen und sich mit der Fachcommunity zu vernetzen.

Projekt_Integrative-Biophilosophie_20181112
Integrative Biophilosophie
Heterogene Zugänge der philosophischen Auseinandersetzung mit Phänomenen des Lebendigen
Leitung: Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy

Beschreibung:

Das Programm der Integrativen Biophilosophie umgreift heterogene Zugänge der philosophischen Auseinandersetzung mit Phänomenen des Lebendigen. Insofern steht die Integrative Biophilosophie nicht für eine Alternative zum weit verbreiteten Ansatz der Philosophie der Biowissenschaften, sondern versteht sich vielmehr als dessen Ergänzung und Erweiterung. Einerseits sind deshalb die gängigen Themenfelder und Fragestellungen zu Verfahren, Begriffen und Konzepten der Biowissenschaften wie sie die etablierte Philosophie der Biowissenschaften stellt durchaus auch Teil des Programms der Integrativen Biophilosophie. Andererseits erweitert diese jedoch die methodologisch-formalen Fragen durch inhaltliche, historische und soziale Ansätze (insofern hat sie einen innigen Bezug zu den Disziplinen, Verfahren und Fragestellungen einer Historiografie oder Soziologie der Biowissenschaften) und beschränkt sich zudem nicht allein auf wissenschaftliche Zugänge zum Lebendigen, sondern gibt auch lebensweltlichen und leiblichen Zugängen Raum. Die Naturphilosophie (lebendiger Phänomene), die Philosophische Anthropologie und einzelne Subdisziplinen der angewandten Ethik (wie Umweltethik, Tierethik oder Bioethik) sind deshalb ebenfalls unter dem Dach der Integrativen Biophilosophie vereint. Auch Ansätze der Technoscience spielen in diversen Unterprojekten eine Rolle (etwa im Kontext von Natur-Technik-Vergleichen, Fragen zu dem Status von Biotechniken oder bei der Auseinandersetzung mit dem Maschinenmodell für Organismen).

Der Projektverbund Integrative Biophilosophie an der Universität Kassel lässt diese Stränge der Reflexion nicht unverbunden oder beliebig, sondern sucht vielmehr nach innovativen und aussagekräftigen Synthesen. Dabei spielt auch die Auseinandersetzung mit historischen Vorbildern, etwa den Biophilosophien von Helmuth Plessner, Hans Jonas oder Maurice Merleau-Ponty eine wichtige Rolle.

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy
Universität Kassel
Institut für Philosophie
Henschelstraße 2
34127 Kassel
Tel.: +49 561 804-3546

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Projekt_Digitale-Edition-der-Korrespondenz-August-Wilhelm-Schlegels_20181118
Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels
Digitale Edition
Beschreibung:

Das Projekt führt die gesamte Korrespondenz August Wilhelm Schlegels, also ca. 5.000 Briefe, die zum Teil gedruckt, zum Teil bislang jedoch nur handschriftlich überliefert sind, in einer digitalen Edition zusammen. Zu jedem Brief soll ein Höchstmaß an Information geboten werden, also, je nach Verfügbarkeit:

  • Image-Digitalisat der Handschriften (inkl. eventueller Konzepte, Entwürfe und Abschriften)
  • Image-Digitalisat bereits vorliegender Drucke
  • durchsuchbarer Volltext auf der Grundlage des Drucks oder einer eigenen Transkription; bereits gedruckte Briefe werden nicht neu transkribiert (eine Ausnahme bilden Drucke, die nur einen kleinen Teil des Originalbriefes wiedergeben).
  • differenzierte Auszeichnung bzw. Registererstellung unter Verwendung normierter Metadaten mit Verlinkung zur GND und – zunächst beispielhaft – zu Volltexten
  • Gesamtregister mit direktem Zugriff auf die jeweiligen Textstellen
  • Schnittstellen zu Kalliope und den digitalen Sammlungen, insbesondere der SLUB, sowie zu correspSearch

Im Unterschied zu den bislang erschienenen Romantiker-Briefeditionen wird zum ersten Mal ein größeres Briefkorpus ausschließlich als digitale Edition aufbereitet und ist frei zugänglich. Das Projekt möchte durch best practice am gegenwärtigen Standardisierungsprozess für digitale Editionen mitwirken.

Kontaktdaten:
Philipps-Universität Marburg
35037 Marburg

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Projekt_JeSemE_20181203
JeSemE
Jena Semantic Explorer
Leitung: Johannes Hellrich

Beschreibung:

JeSemE ist eine Webseite, die es ermöglicht, Wortbedeutungen im Zeitverlauf zu analysieren. Sie wurde durch Johannes Hellrich im Rahmen seiner Promotion im Graduiertenkolleg Modell Romantik erstellt. Wortbedeutungen werden mittels Verfahren der Computerlinguistik modelliert, die es erlauben, die Ähnlichkeit von Wörtern und auch ihre emotionale Einfärbung zu quantifizieren.

JeSemE beinhaltet Daten aus 5 diachronen Korpora (Deutsch und Englisch) und wurde bisher etwa in einer Fallstudie zur Geschichte von Wörtern in der historischen Elektrizitätsforschung genutzt.*

Spannende Beispielanfragen sind “heart” und “woman” im Corpus of Historical American English (COHA). Für “heart" ist eine zunehmend medizinische Nutzung durch die steigende Ähnlichkeit zu anderen Organen und eine emotionale Abwertung erkennbar. Für “woman” hingegen ist die (denotative) Bedeutung stabil, während die Emotionen hoch dynamisch sind und dem zeitlichen Verlauf der Frauenrechtsbewegung entsprechen.

* Johannes Hellrich, Alexander Stöger & Udo Hahn: Wenn der Funke überspringt - Word Embeddings im Dienst der Wissenschaftsgeschichte. In: DHd 2018, Kritik der digitalen Vernunft. Köln, Germany, Februar 26 - March 2, 2018. pp. 331-335.

* Johannes Hellrich, Sven Buechel & Udo Hahn: JeSemE: A Website for Exploring Diachronic Changes in Word Meaning and Emotion. In: COLING 2018, System Demonstrations. Santa Fe, NM, USA, August 20-26, 2018. pp. 10-14.

Kontaktdaten:
Johannes Hellrich
07743 Jena

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Projekt_ALZ_Duan_20190507
Aufbau eines Volltext-Korpus der Allgemeinen Literatur-Zeitung
Digitaler Volltext-Korpus
Leitung: Prof. Dr. Udo Hahn

Beschreibung:

Stand: 07.05.2019

Die Allgemeine Literatur-Zeitung (ALZ), die zwischen 1785 und 1849 in Jena (bis 1803) und Halle (ab 1804) erschienen ist, gilt als das größte Rezensionsorgan Deutschlands um 1800. Ihr ursprüngliches Ziel war, alle gedruckten Bücher zu rezensieren. Auch wenn das Ziel wegen der wachsenden Menge der Publikationen bald aufgegeben werden musste, umfasst die ALZ wichtige Rezensionen, die u.a. von Goethe, Schlegel und Fichte verfasst wurden. Der Erscheinungszeitraum umfasst den Übergang von der Aufklärung zur Romantik (vgl. zur Bedeutung der ALZ: Matuschek 2004).

Aufgrund der Bedeutung der ALZ wurde zwischen 2007 und 2012 ein umfangreiches, durch die DFG finanziertes Projekt Digitalisierung, Erschließung und Online-Präsentation der Allgemeine Literatur-Zeitung in Jena und Weimar durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wurde die ALZ systematisch digitalisiert und deren Metadaten umfangreich erschlossen. Allerdings liegen keine durchsuchbaren Volltexte vor. Im Graduiertenkolleg „Modell Romantik“ wird zunehmend gefragt, ob es nicht möglich wäre, durch up-to-date Methoden ein vollständiges und durchsuchbares Volltext-Korpus zu erstellen. Dies könnte neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen - wie z.B. die Untersuchung der semantischen Veränderung romantik-relevanter Wörter. Tinghui Duan (Digital Humanities) hat diese Herausforderung angenommen und (betreut von Prof. Udo Hahn (Computerlinguistik)) ein Volltext-Korpus aufgebaut, das aktuell 261 Bände, 126.612 Seiten bzw. 120.369.005 Tokens (laufende Wörter) umfasst. Dieser Umfang entspricht ungefähr 82% der gesamten ALZ (vgl. Hahn & Duan 2019). Das gesamte Korpus steht zum Herunterladen und Weiterverarbeiten unter https://github.com/JULIELab/alz zur Verfügung.

Literatur

  • Udo Hahn, Tinghui Duan. 2019. Corpus Assembly as Text Data Integration from Digital Libraries and the Web. In JCDL ’19: Proceedings of the 2019 ACM/IEEE Joint Conference on Digital Libraries, June 02–06, 2019, Urbana-Champaign, IL, USA.

https://julielab.de/downloads/publications/papers/...

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Udo Hahn
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 30
07743 Jena

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Netzwerk_Projekt_Sommer
Sommers Weltliteratur to go
Youtube-Kanal
Leitung: Michael Sommer

Beschreibung:

„Literatur ist lebendig, und zwar dann, wenn wir uns damit auseinandersetzen und etwas daraus machen,“ schreibt Michael Sommer in seiner Kurzbeschreibung zu seinem Projekt „Sommers Weltliteratur to go“. Diese Auseinandersetzung sieht für ihn folgendermaßen aus: Literatur wird für Rezipierende im Internet verfügbar gemacht, indem Sommer diese plastisch inszeniert. Playmobil-Figuren übernehmen in seinen Youtube-Videos die Hauptrolle und geben in rund zehn-minütigen Clips wesentliche Inhalte von Werken der Weltliteratur wieder. Unter den Videos finden sich Werke von Joseph von Eichendorff und E.T.A. Hoffmann.



Kontaktdaten:
Michael Sommer
81241 München

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Projekt_Enlightenment_20190909
Enlightenment, Romanticism and Contemporary Culture
Research Project
Leitung: Dr. Anita Archer

Beschreibung:

Contemporary notions of critique, creativity, Literature, Nature, citizenship, human rights, democracy, scientific enquiry, and even the Human were forged by Enlightenment and Romantic thought. Yet this inheritance now seems threatened, paradoxically, by developments that it has helped engineer and with which it is still entwined: the digital revolution, globalisation, transnationalism, the environment crisis, and the emergence of artificial intelligence and autonomous technologies. Through innovative research, conferences, and public lectures, this research unit aims to re-envision the transition from Enlightenment to Romanticism and its legacies in the present. We believe it is important to ask, without nostalgia, what can we make of 'Enlightenment - Romanticism' now?

Kontaktdaten:
Dr. Anita Archer
Enlightenment, Romanticism and Contemporary Culture (ERCC) Research Unit School of Culture and Communication | Faculty of Arts
Room E278, Level 2, John Medley Building, The University of Melbourne
Victoria 3010
Australia
Tel.: +61 3 8344 0442

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Projekt_ETA-Portal_20191015
E.T.A. Hoffmann Portal
Aufbau eines Personenportals
Leitung: Dr. Christina Schmitz

Beschreibung:

Pünktlich zum 1. Oktober 2015 fiel an der Staatsbibliothek zu Berlin der Startschuss für ein einjähriges Projekt zum Aufbau eines Personenportals zu der romantischen Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann, das neue Wege in der zielgruppenorientierten Sammlungsvermittlung einschlägt.

Das Portal soll einen Zugang zu zahlreichen, teils einzigartigen Werken von und zu Hoffmann bieten. Neben der Präsentation der umfangreichen Hoffmann-Sammlungen der SBB und der Staatsbibliothek Bamberg auf einer eigenständigen Plattform wird das Portal durch unterschiedliche Module und thematische Einstiege verschiedenen Interessensgruppen jeweils individuelle Zugänge bieten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer multimedialen Webseite, mit der die Vielseitigkeit E.T.A. Hoffmanns als Schriftsteller, Musiker, Zeichner und Jurist vermittelt wird. Neue Angebote zur Recherche und Präsentation der sehr heterogenen Hoffmanniana – bestehend aus Briefen, Texten, Zeichnungen, Skizzen, Musikalien, Bildern und juristischen Unterlagen – sollen das Portal zu einem innovativen Beispiel für ein breites Angebot für Forschung, Lehre und Bildung machen.

Mit dem Personenportal baut die Staatsbibliothek zu Berlin ihrem E.T.A. Hoffmann-Archiv ein neues Haus. Als virtuelle Einrichtung der SBB ist das Archiv seit dem Jahr 2000 das gemeinsame Eintrittstor zu den unterschiedlichen Materialien über und von Hoffmann, die in verschiedenen Abteilungen der Bibliothek betreut werden. Das Archiv profitiert wesentlich durch den großherzigen Nachlass der Hoffmann-Forscherin Dr. Christa Karoli, die der SBB einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens sowie ihre umfangreiche Hoffmann-Sammlung vermachte – mit der Maßgabe, ein „Archiv E.T.A. Hoffmann“ einzurichten. Das neue Portal wird diesem und den wertvollen Beständen nun ein unverwechselbares Gesicht geben.

Kontaktdaten:
Dr. Christina Schmitz
Staatsbibliothek zu Berlin
E.T.A. Hoffmann-Archiv
Potsdamer Straße 33
10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 / 266 433 154

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