Wie theoriefähig ist die Frühromantik heute?

Internationale germanistische Tagung der Friedrich Schlegel Gesellschaft (Kopenhagen, 27.–29.06.2019)

Daniel Neumann, 30.10.2019

Seit dreißig Jahren werden französische Theoretiker der 60er und 70er Jahre im internationalen intellektuellen Diskurs als Vertreter einer Tendenz diskutiert, die gemeinhin als „Poststrukturalismus“ bezeichnet wird. Foucault, Derrida, Deleuze, u. a. werden in Deutschland der ‚Theorie‘ (der ‚Theorie der Postmoderne‘, der ‚Dekonstruktion‘, seltener dem ‚Konstruktivismus‘, im angloamerikanischen Raum der ‚French Theory‘) zugeordnet. Wie berechtigt dieses Etikett ist, also warum diese Theoretiker, die in den Jahren um 1970 den Zenit des öffentlichen Interesses erreichen, sonst jedoch wenig Konkretes miteinander teilen, zu einer Bewegung zusammengefasst werden, fragt man sich gerade in Frankreich. Das Etikett ‚Theorie‘ hat sich über die Jahre – gerade im angloamerikanischen und deutschen Raum – durchgesetzt und bezeichnet einige wenige Basisüberzeugungen: etwa die Abkehr von einer hermeneutisch agierenden Literaturwissenschaft, die Zuspitzung der Problematik des Subjekts, die zur Aufkündigung des Subjektivismus autorisiert, eine Abkehr von einem Mimesis-Konzept hin zu einem anti-mimetischen Zeichenspiel.

Auch wenn die Tagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft 2019 Wie theoriefähig ist die Frühromantik heute? diese Themenkomplexe nicht explizit machte, so trat die Konferenz laut der Einführung der Organisatoren Christian Benne (Kopenhagen), Alexander Knopf (Kopenhagen), Andrea Albrecht (Heidelberg) und Kirk Wetters doch an, das Verhältnis dieser Basisüberzeugungen zu den Texten der deutschen Frühromantik zu klären. Eine zweite Fragestellung, so formulierte es Benne, sei dieser Herausforderung implizit: Es gehe den Organisatoren in Anbetracht der Verstrickung poststrukturalistischer Theoriebildung in die Hinterlassenschaften der Frühromantik auch um die Methoden der germanistischen Forschung. Man denke an poststrukturalistisch-informierte Literaturwissenschaftler wie Jochen Hörisch, Ernst Behler, Friedrich A. Kittler.

Der Tagungsbericht wird diejenigen Vorträge genauer besprechen, die sich durch Thema und Forschungsproblem am stärksten an der Fragestellung der Tagung orientiert haben. Diejenigen, die impliziert dem Tagungsthema zuarbeiten, werden erwähnt.

Die Frühromantik als Außenseiter – der Poststrukturalismus und die Germanistik

In seinem Vortrag „Durch keine Theorie erschöpft“? Die Affinität poststrukturalistischer Literaturtheorie zu den Erbschaften der Frühromantik bespricht Klaus Birnstiel (Greifswald) ein Problem mit doppeltem Boden. Es geht ihm um die vielfältigen Korrespondenzen und die behauptete Nähe zwischen der Frühromantik und poststrukturalistischer Theoriebildung. Jedoch nähert sich Birnstiel dem Problem auf eine Weise, die, noch bevor nach inhaltlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden gefragt wird, das schwierige Erbe frühromantischer Texte diskutiert. Birnstiel zeigt, dass die Frühromantik in der Geschichte der Germanistik immer schon als Außenseiter gehandelt wurde.

Birnstiel beginnt mit den Grabenkämpfen der deutschen Germanistik, die er treffend mit einem polemischen „Rundumschlag gegen die Frankolatrie“ beschreibt. Gemeint sind beispielsweise polemische Interventionen von Jürgen Habermas oder der berühmte Artikel des Berliner Germanisten Klaus Laermann Lacancan-Derridada, der 1986 in der Zeit veröffentlicht wurde. Diese stehen Literaturwissenschaftlern und Theoretikern wie Friedrich Kittler, Jochen Hörisch und Klaus Theweleit gegenüber. Einig sind sich die Erstgenannten darin, dass unter dem Etikett ‚Theorie‘ eine Grenzüberschreibung von Wissenschaft und Begriffsbildung hin zu Literatur und Dichtung zu verstehen sei. Es gehe den Poststrukturalisten um die Einebnung des Gattungsunterschieds zwischen beiden Kategorien, womit der Poststrukturalismus als Urheber solcher ‚Begriffsdichtung‘ zum Hauptfeind einer Literaturwissenschaft im eigentlichen Sinne erklärt wird.

Richard Brinkmann machte schon 1977 auf dem interdisziplinären Symposion Romantik in Deutschland darauf aufmerksam, dass die (Rezeptions-)Geschichte der deutschen Romantik mit der Geschichte der deutschen Germanistik parallelisiert werden kann – dies gilt nicht nur für die vorherrschende politisch-ideologische Ausrichtung der Germanistik, sondern auch für ihre Methoden. So nimmt die Romantik, insbesondere aber die Frühromantik, in der Germanistik ganz unterschiedliche Plätze ein: Gilt schon für die Romantik allgemein als entscheidend, an welche Kontexte sie angebunden wird (beispielsweise als konjektural zur Aufklärung oder dieser entgegengesetzt), so fristete die Frühromantik ein Dasein an den Rändern der germanistischen Forschung. Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte die Frühromantik erst durch eine Generation junger Germanisten wie Ernst Behler, Jochen Hörisch und (medientheoretisch) Helmut Schanze. Klaus Birnstiel diskutiert beispielhaft zwei Veröffentlichungen: Zum einen Hörischs Text Der Mittler und die Wut des Verstehens, in dem Hörisch den frühromantischen Schleiermacher als Vertreter einer Anti-Hermeneutik Argumente gegen den späten hermeneutischen Schleiermacher bringen lässt. In Ernst Behlers Text Friedrich Schlegels Theorie des Verstehens: Hermeneutik oder Dekonstruktion entwickelt Behler Friedrich Schlegels Verstehensbegriff aus dem 82. Athenäumsfragment. Demnach sei der Verstehensprozess der Philosophie ein fragmentarischer: Verstehen sei spontan und unvollständig. Schlegels Ausführungen werden 1987 für Ernst Behler zur Vorwegnahme eines poststrukturalistisch-antihermeneutischen Verstehensprozesses.

In Schlaglichtern nennt Birnstiel inhaltliche Aspekte, die eine Affinität der Frühromantik zum Poststrukturalismus und andersherum begründen, wie den Stil der Entgrenzung und Verkomplizierung oder den Themenkomplex ‚Verstehen und Erkenntnis‘, der dem entschiedenen Einspruch gegen die hermeneutische Tradition zumindest entgegenkommt. Birnstiel endet mit einem Ausblick auf die Abflachung des Streits: Nach der Dämmerung der Dekonstruktion könne man festhalten, dass beide, Poststrukturalismus und die Frühromantik, sicher nicht in ein Abbildungsverhältnis gebracht werden können, jedoch voneinander profitieren: Der Poststrukturalismus profitiere von frühromantischen Energien, doch gebe dieser andersherum der Frühromantik im Kontext einer Aufmerksamkeitsökonomie ebenso Energien zurück.

Romantik – Abkehr von der Mimesis?

Den Auftakt der Tagung gibt Dirk von Petersdorff (Jena), der unter dem Titel Dinge finden. Romantik und Realität, die Frage der Weltaneignung in Texten und Gemälden der europäischen Romantik explizit gegen die Forschungstendenz der späten 80er Jahre diskutiert. Ausgehend von der Frage, ob die europäische Romantik als Abkehr von der Mimesis verstanden werden kann, richtet sich von Petersdorffs Vortrag gegen die Überblendung von Romantik und Moderne und überprüft die damalige Forschungsthese, die die Tendenz romantischer Kunstproduktion hin zur Abstraktion behauptet. Damit grenzt er sich im Besonderen vom Romantikbild der einschlägigen Veröffentlichung Die Aktualität der Frühromantik, aber auch von der trotzdem gewürdigten Einführung Romantik von Detlef Krämer ab. Es geht darum klarzustellen, dass diejenigen Elemente, auf die sich poststrukturalistisch-informierte Lektüren der Romantik berufen, im Rahmen der normativen Vorannahmen einer poststrukturalistischen Mastererzählung des Modernismus verabsolutiert werden, so dass die Romantik als allein selbstreferenzielle, ästhetische Erzählung verstanden wird. Um diese Lektüre zu korrigieren, setzt von Petersdorff bei der Genese des frühromantischen Programms an, um die Frage von Mimesis als Realismusproblem erneut anzugehen und hierbei das Verhältnis von romantischer Kunst und Wirklichkeit zu überprüfen.

Von Petersdorff beginnt mit dem bekannten Fragment von Novalis: „Wir suchen überall das Unbedingte und finden immer nur Dinge.“ Anhand des Blütenstaubfragments expliziert von Petersdorff das frühromantische Zwei-Welten-Modell, das die Frage nach dem problematischen Verhältnis von Literatur und Wirklichkeit aufwirft. Dass romantische Lösungsansätze keine Weltflucht, sondern Weltgestaltung suggerieren, veranschaulicht von Petersdorff anhand der Lektüre von zwei Szenen aus Hardenbergs Roman Heinrich von Ofterdingen. Beispielsweise das Bergbaukapitel mache klar, dass die Operation der Romantisierung nicht mit allen gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen funktionieren könne. Bedingung der Möglichkeit eines romantisierenden Vorgehens sei die Feststellung, dass die (soziale und ökonomische) Wirklichkeit durchaus einen Platz in der romantischen Poesie beansprucht und sich, mehr noch, an der Spannung der Welt der Dinge und der Welt des Unbedingten abarbeitet.

Neben einer kleinen Reflexion auf die Poetik von E.T.A. Hoffmann kann von Petersdorff dieselbe Problematik eindrücklich anhand von Eichendorff zeigen – auch hier bleibt die Macht des Faktischen normativ präsent. Gerade Eichendorff ist dabei ein dankbares Beispiel, da er sich in seinen Schriften explizit gegen die Heidelberger Romantik in ihrer esoterischen Spielart richtet und eine Korrekturbewegung eingeleitet sehen will: Gegen einen selbstreferenziellen Formalismus, gegen Abstraktion und Ästhetizismus fordert Eichendorff von der romantischen Kunstproduktion, dass selbige die Welt umarmen solle. Im Zuge dieser Korrekturbewegung, so von Petersdorff, tendiere Eichendorff sogar dazu, die Welt der Dinge zu privilegieren.

Unter Verweis auf die Forschung des Kunsthistorikers Werner Busch, verfolgt von Petersdorff die Fragestellung anhand der Arbeitsweise von Caspar David Friedrich. Als weitere Beispiele der englischen Romantik wird das Gemälde von John Constable Branch Hill Pond, Hampstead Heath, with a Boy sitting on a Bank gezeigt und Wordsworth Gedicht Composed upon Westminister Bridge diskutiert.

Von Petersdorff schließt mit einem Ausblick: Romantik sei nicht nur als Kunstprogramm zu verstehen, Romantik will Leben und Gesellschaft romantisieren und Subjektverhältnisse ändern. Damit kommt von Petersdorff auf seine Fragestellung zurück: Unter Verweis auf den Minimaldualismus zwischen dem Normalverhältnis und den Zuständen des Höheren oder Anderen wird Wirklichkeit in der romantischen Kunstproduktion verfremdet, jedoch mitnichten suspendiert.

Romantik und Traumatheorie: Hinwendung zu einem Realismus im poststrukturalistischen Feld?

Durch ihren interessanten Vortrag Ethik der Trauer: Die Relevanz der Romantik für die Trauma-Theorie kommt Nicole Sütterlin (Harvard) der zentralen Fragestellung der Tagung am nächsten. Sütterlin beginnt mit einer Beobachtung: Ausgehend von Veröffentlichungen wie beispielsweise dem Sammelband Auf die Wirklichkeit zeigen, (hg. von Albrecht Koschorke, u.a.) lässt sich die Tendenz einer Dämmerung des Poststrukturalismus feststellen. Doch nicht nur von außen, sondern auch im Feld poststrukturalistischer Theoriebildung selbst, wird nach Konzepten gesucht, die einen philosophisch-antirealistischen Wahrheitsbegriff torpedieren. Diese Hinwendung zum Realismus in der poststrukturalistischen Abteilung beginnt durch die Auseinandersetzung mit dem weiten Feld der Traumatheorie: Durch den Traumabegriff werde ein Wahrheits- und Authentizitätsbegriff im Sinne einer korporal organisierten Wahrheit geschaffen. Durch die Traumatheorie, so Sütterlin, werden poststrukturalistische Theoreme mit Wirklichkeit aufgeladen. Um das Thema ihres Vortrags einleitend zu skizzieren, entwirft Nicole Sütterlin ein Tableau: Die Affinität des Poststrukturalismus zur Traumatheorie ist ausgewiesen. Auch die Affinität zwischen romantischer Textproduktion und poststrukturalistischer Theoriebildung ist belegt. Sütterlin fragt nun nach dem verbleibenden Konnex: Besteht eine intrinsische Affinität zwischen dem Traumadiskus um 1800 und der literarischen Romantik?

Sütterlin schildert zunächst die Etablierung der Traumatheorie in den Literaturwissenschaften in den 90er Jahren durch die sogenannten ‚trauma-studies‘, die durch Shoshana Felmann an der Yale School of Deconstructionism erforscht wurde. Bei aller Faszination für das Uneinholbare des Gedächtnisses, erhoffte sich die poststrukturalistische Abteilung durch Traumakonzepte einen Zugang zum Unzugänglichen. So laute das Versprechen, das der Traumadiskurs dem Poststrukturalismus an die Hand geben wollte. Das Trauma sei der Versuch einer Referenz auf eine Sphäre, die sich der Darstellung entziehe. So wird das Trauma zur Wahrheit des Subjekts. Es definiere sich fortan über seine Wunden. Durch den Verweis auf die genuin moderne Traumatheorie entwickelt Nicole Sütterlin den Versuch, auch die Romantik, vertreten durch Texte von Tieck, Bretano und Hoffmann, traumatologisch zu lesen, und dies mit großen Erfolg.

Der Traumadiskurs schlage sich vor allem in der Poetik der Texte nieder. Drei Aspekte macht Sütterlin für ihren Vorschlag stark (wobei sich weitere in Nicole Sütterlins Monographie Poetik der Wunde: Zur Entdeckung des Traumas in der Literatur der Romantik nachlesen lassen): Als ersten Aspekt benennt sie das Motiv des Kindheitstraumas, das prominent in Hoffmanns Der Sandmann durch die Figur Nathanael (aber auch in Bretanos Godwi) gestaltet wird. Zudem stellt Sütterlin Strukturen von transgenerationalen Traumata in den behandelten Texten fest – als Weitergabe eines Traumas an eine oder mehrere Generationen. Als dritten Aspekt macht sie traumatische Prozesse als Narrationsstrategie stark. Es sei dabei beobachtbar, dass der traumatische Kern der Texte sich entziehe: Er könne immer nur umkreist, jedoch nie ausgesprochen werden. Dies geschehe durch Medialität, wie sich in Hoffmanns Sandmann, aber auch in anderen romantischen Texten diagnostizieren lässt: Textstrategien wie Autorfiktionen und Metalepsen verhindern die unmittelbare Erfahrung der traumatischen Wahrheit.

Unter denjenigen Vorträgen, die zumindest implizit an der Fragestellung der Tagung teilhalben, sind vor allem derjenige von Carlos Spoerhase (Bielefeld) Romantische Mereologie: Anschlüsse und Aktualisierungen und der Vortrag von Bruno Duarte (Lissabon) Philology and Politics – Friedrich Schlegel’s ‚Codex of Philology‘ zu nennen. Während Spoerhase die Mereologie als Teilgebiet der Ontologie und angewandten Logik bespricht, das sich mit dem Verhältnis von Teil und Ganzem beschäftigt, trägt er implizit zu einem Thema bei, das sich in der poststrukturalistischen Theoriebildung im Kontext der Debatte um Totalisierungstendenzen und logozentristischer Repression ansiedelt. Ob nun von einer repressiv angelegten universalistisch verstandenen Vernunft oder auch im neuen Gemeinschaftsdenken poststrukturalistischer Provenienz (beispielsweise von Jean-Luc Nancy, Giorgio Agamben oder Roberto Espasito), die Frage nach der Beziehung von Teil und Ganzem ist ständig virulent. Duarte bespricht in seinem Vortrag Schlegels ‚Codex der Philologie‘ anhand eines Vergleichs zu Werner Hamacher und leitet ein dekonstruktiv-informiertes Politikmodell ab. Helmut Schanze (Siegen) zeichnet in seinem Vortrag ‚Reflexionsmedium‘. Zu Walter Benjamins Entdeckung der Romantik als Medientheorie eine medientheoretische Genese des Benjaminschen Gedankens, das Absolute in den Texten der frühromantischen Gruppe als Reflexionsmedium zu begreifen. Durch den Bezug zur Medientheorie bringt Schanze ein weiteres Paradigma der ‚Theorie‘ ins Spiel.

Die internationale Tagung der Friedrich Schlegel-Gesellschaft fragte nach dem Verhältnis der Frühromantik zu derjenigen intellektuellen Bewegung, die sich des schwierigen Erbes der Frühromantik besonders engagiert annahm. In diesem Punkt muss festgestellt werden, dass – bis auf wenige Ausnahmen – die Texte der ‚Theory/Theorie‘ selbst keinerlei Rolle spielten, was doch verwundern muss. Immerhin näherte man sich den leider allzu oft nur implizit aufgerufenen Fragestellungen an, wie gerade die ausführlicher dargestellten Vorträge zeigten. So lassen sich zumindest Tendenzen skizzieren. Die wichtigste, so scheint mir, ist, dass alle Vorträge vor dem Hintergrund einer Dämmerung des poststrukturalistischen Paradigmas gehalten wurden. Die aktuelle germanistische Forschung hat sich von den Methoden und Fragestellungen der ‚Theorie‘ abgewandt. Stattdessen wird tendenziell in Zweifel gezogen, was die poststrukturalistisch-informierte Germanistik im Forschungskontext der Frühromantik zu Tage förderte. Es sei mehr Wirklichkeit in den Texten der Frühromantik präsent als lange angenommen. Die poststrukturalistische Abteilung selbst sucht nach einem traumatologischen Kern im Ringen um einen, wenn auch schwachen, Wahrheitsbegriff. Mit einem Schlusswort von Klaus Birnstiel lässt sich die Leitfrage der Tagung umdrehen: Wie Frühromantik-fähig ist der Poststrukturalismus heute? Man könnte dies mit der Pointe des Friedrich Schlegel-Zitats beantworten, die Birnstiel zum Vortragstitel erhob – die romantische Dichtart wird „durch keine Theorie erschöpft“.

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